FTP-Werte, Leistungsdiagnostik oder wie?

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Ich werde immer wieder gefragt, ob FTP-Werte nicht auch eine gute Möglichkeit der Leistungsbestimmung sind und ob eine Leistungsdiagnostik überhaupt sein muss.

Für meinen Coaching-Anspruch, das Bestmögliche aus meinen Athleten im Kontext ihrer komplexen Lebenssituation herauszuholen, brauche ich andere Daten als Maximalwerte. Beim FTP-Wert fehlt schlicht der menschliche Faktor. Beispiel Stress. Durch den aeroscan© kann ich genauestens sehen, wann jemand sich auf einem außergewöhnlichen Stresslevel befindet und das Training entsprechend anpassen. Macht dieser Athlet nur einen Maximal-Test, könnte ich dieses nicht sehen und er/sie würde sich in absehbarer Zeit kaputt trainieren, weil sein außergewöhnliches Stresslevel auch den Stoffwechsel beeinflusst.

Für ein balanciertes Training brauche die Information, wie der Athlet körpereigene Fett- und Kohlehydratspeicher in sportliche Aktivität umsetzt. Aus der Testung bekomme ich ein komplexes Bild von Stärken und Schwächen und kann daraus ein sinnvolles Trainings ableiten.

Ein FTP-Test kann ein ergänzender Leistungsindikator sein, wenn man zum Beispiel regelmäßig 400 Meter-Tests schwimmt und um die methodischen Schwächen der Test-Situation weiß. Nur Leistungssportler sind es gewohnt, in Testsituationen quasi auf Knopfdruck Bestleistungen abzurufen. Breitensportler sind in der Regel nicht in der Lage an einem Tag zu einem bestimmten Zeitpunkt 100 Prozent ihrer körperlichen Leistungen abzurufen, weil sie es einfach nicht gewohnt sind. Insofern reichen FTP-Werte alleinige Basis der Trainingsplanung nicht, um ein ausbalanciertes und nachhaltig wirksames Training zu planen.

JES

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